Baulexikon

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In diesem Bereich stellen wir Informationen und Begriffserklärungen rund um den Hoch- und Tiefbau zusammen inklusive weiterführender Link zu den einzelnen Themen.

  • Barrierefreies Wohnen

    Wie in vielen Lebensbereichen ist es wünschenswert wenn das Prinzip "Vorsorge" berücksichtigt wird und die Planung eines Hauses den wechselnden Anforderungen des Lebens gerecht ist.

    Die Planung barrierefreien Wohnraums muss deshalb die Unterschiedlichkeit der Bewohner und Bewohnerinnen , ob  junge, alte und behinderte Menschen, als auch ihre möglichen Veränderungen für die Zukunft miteinbeziehen.

    Barrierefreie Häuser ermöglichen Ihnen Bewegungsfreiheit bis ins hohe Alter, ohne ständig auf fremde Hilfe angeweisen zu sein.

     

    Als Planungsgrundlage sind die DIN Normen

    DIN 18024 Teil 1 und Teil 2

    "Barrierefreies Bauen"

    DIN 18025 Teil 1 und Teil 2

    "Barrierefreie Wohnungen"

    zu berücksichtigen.

     

    Einige Punkte aus den DIN-Normen DIN 18024 und DIN 18025:

    Der Zugang zum Haus muss grundsätzlich immer stufenlos gestaltet werden. ....

    Die Steigung einer Rampe darf nicht mehr als 6% betragen.

    Die Eingangstür muss im geöffneten Zustand eine Breite von 90 cm aufweisen.

    Alle Bedienelemente wie Türbeschläge, Lichtschalter, Türklingel müssen auf einer Höhe von 85 cm angebracht werden.

    Die Statik der Decken- und Wandkonstruktion muss die Montage einer Liftersystemtechnik erlauben.

    Die Badezimmertür muss nach außen aufgehen und im Notfall von außen entriegelbar sein.

     

    Auskünfte zu diesen und anderen DIN-Normen über:

    DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

    www.din.de

     

    Die DIN-Normen können bezogen werden über den

    Beuth Verlag

    www.beuth.de

    Förderung zur Reduzierung von Barrieren im Wohnbestand

     

    Fördermittel werden von der EU, dem Bund, Ländern und Gemeinden zur Verfügung gestellt und die abhängig von der individuellen Situation genutzt werden können. Wie immer sind Fördermittel vor dem Beginn der Umbaumaßnahme zu beantragen!

     

    Für was und wie Fördermittel beantragt werden können finden Sie auf der Webseite

    www.barrierefrei.nrw.de

     

  • Baurecht

    Informationen zum Baurecht in NRW finden sie auf folgenden Internetseiten:

    Landesbauordnung (BauO NRW)

    Infos zur Landesbauordnung

    Forum NRW-Baurecht

    Privates Forum zum Baurecht in NRW

    Von Dr. Sebastian Veelken

     

  • Bodenplatte

    Die Gründung oder das Fundament bzw. Bodenplatte ist die konstruktive und statische Ausbildung des Übergangs vom Bauwerk zum Boden mit dem Ziel, dass die durch das Bauwerk und dessen Nutzung verursachten Verformungen des Bodens kleiner sind als aus Sicht des Bauwerks zulässig.

    Man unterscheidet die Gründung in zwei Bereiche:

     

    Die Flachgründung:

    bei der die Bauwerklast direkt unterhalb des Bauwerkes in den Boden geleitet wird. Beispiele sind Streifen-, Platten- und gegossene Bodenplatte. Zu beachten ist bei dieser Forum der Gründung die Frostgrenze.

     

    Flachgründung

    Flachgründung mit Wärmedämmung

    Die Tiefgründung:

    leitet nicht direkt die Bauwerkslasten unterhalb des Bauwerkes in den Boden ein. Es werden zusätzlich senkrechte Bauelemente (z.B. Pfähle) eingebracht um die Last tiefer in den Boden abzuleiten. Diese Art der Gründung ist notwendig der direkte Boden nicht tragfähig genug ist. Beispiel sind Küstenahe- oder Sumpfgebiete.

    Beispiel: Pfahlgündung

  • Elementdecken

     

    Elementdecken, auch Filigrandecke™ genannt, sind als Halbfertigdecke ausgebildet. Die Elementdecke wird in Segementen mit gewünschten Zuschnitt auf der Baustelle montiert und nach der Verlegung mit Ortbeton verfülllt. Die Elementdecke besteht aus großformatigen dicken Stahlbeton-Deckenplatten von 5 bis 8 cm Dicke, die im Fertigteilwerk vorgefertigt werden. Die statisch notwendige untere Bewehrung sowie die Gitterträger, die für die Steifigkeit der Platten erforderlich sind, werden im Werk eingebaut. Die Gitterträger bestehen aus verschweißten Betonstählen, dem sichtbaren Obergurtstab, zwei einbetonierten Untergurtstäben sowie den Diagonalen zwischen Obergurt und Untergurten. Durch eine raue Oberfläche und die Diagonalen der Gitterträger wird im Endzustand der Verbund zwischen Fertigteil und Ortbeton sichergestellt.

    Im Aufbeton ist die erforderliche Bewehrung, welche im Fertigteil nicht enthalten ist, vor Ort einzubauen. Insbesondere quer zu den Fugen ist eine Zulagebewehrung notwendig. Diese Querbewehrung muss so fixiert sein, dass sie sich beim Betonieren des Aufbetons nicht verschieben kann. Außerdem darf sie nicht direkt auf dem Fertigteil liegen, sondern muss zwecks ausreichender Dauerhaftigkeit zum Fertigteil eine Betondeckung von 1 cm aufweisen.

     

    Abmessungen

    Längen bis 9 m

    Breite bis 3 m

    Dicke der Grundstahlbetonplatte 5-8 cm

    Oberflächenqualität Unterseite = Schalungsglatt

    Vorteile im Überblick

     

    Geringer Schalungsaufwand

    Durch wesentlich geringeren Schalaufwand auf der Baustelle kann eine erhebliche Senkung der Kosten und eine Verkürzung der Bauzeit erreicht werden,

    erlaubt nahezu alle planerischen Spielarten der täglichen Baupraxis. Aussparungen, Rundungen, Aufkantungen, Wärmedämmelemente, E-Dosen und Ankerschienen können werkseitig bereits berücksichtigt werden.

    Einsatzmöglichkeiten vom Eigenheim bis zum Parkhaus

     

    Bausstellenlogistik

    Es muss sicher gestellt sein, dass auf der Baustelle die örtlichen Gegebenheiten für die Montage ausreichend sind:

    Tragfähigkeit des Kranes ist mit Lastangaben und örtlichen Gegebenheiten abzustimmen; Gewichtsbeschränkungen vor Beginn der technischen Bearbeitung mitteilen

    Befahrbarkeit bis zur Entladestelle muss für Liefer- und Montagefahrzeuge mit ungelenkem Sattelauflieger (l = 16 m) und einem Gesamtgewicht von 56t gewährleistet sein

  • Fußbodenheizung

    Die Fußbodenheizung gehört zur Gruppe der Flächenheizungen. Die Fußbodenheizung ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon Römer kannten die Fußboden- oder als Wandheizung, aber als Warmluftheizung (Hypokaustenheizung). am Anfang wurden nur in Thermen damit beheizt, später auch normale Wohnhäusern.

    In den 80ziger Jahren des 20. Jahrhundert kam der große Durchbruch der Fußbodenheizung. Ein wichtiger Grund dafür ist die Behaglichkeit. So ermöglicht es etwa eine Fußbodenheizung, selbst im Winter im Haus barfuß zu gehen. Ein weiterer Vorteil ist die architektonische Freiheit der Raumgestaltung. Dazu kommen noch die hygienischen Aspekte einer Fußbodenheizung. Staubaufwirbelung findet nicht statt. Durch die gleichmäßige Flächenwärme wird das Wachstum der Hausstaubmilben und die Schimmelpilzbildung verhindert.

     

    Die Vorlauftemperatur des Heizwassers ist auf 35 °C bei einer Spreizung von 5K (Differenz zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur) festgelegt. Die Oberflächentemperaturen des Fertigfußbodens dürfen 29 °C im Aufenthaltsbereich, 33 °C im Bad und 35 °C in den Randzonen nicht überschreiten. (Die Temperaturen sind in langjährigen Untersuchungen ermittelt worden).

    Dabei wurde die Physiologie des Menschen berücksichtigt und es wurde festgestellt, dass diese Temperaturen von dem überwiegenden Teil der Menschen als unbedenklich eingestuft wurde. Somit haben sie Eingang in den entsprechenden DIN-Normen gefunden und jetzt auch in der europäischen Norm für die Fußbodenheizung.

     

    Kombination der Fußbodenheizung mit einem Teppichboden ist nicht empfehlenswert, da dieser den Wärmeaustausch zu stark hemmt. Es gibt aber im Handel auch spezielle Teppichböden zu kaufen, die für Fußbodenheizungen geeignet sind.

     

    Weitere Informationen zur Fußbodenheizung finden Sie unter Wikipedia und dem Bundesverband für Flächenheizung und Flächenkühlung

     

     

  • Sichtbeton

    Sichtbeton ist Beton, der nicht verputzt oder verblendet wird und dessen Ansichtsflächen meist gestalterische Funktionen erfüllen und ein bestimmtes Aussehen haben sollen.

    Normalerweise ist hiermit eine Art zu betonieren gemeint, die betont die ausgewählte Struktur einer Schalung zu Gesicht bringt. Oberflächennahe Schichten werden mit besonders feinem Beton ausgeführt, der aufgrund seiner Fließfähigkeit und Feinheit die Geometrie und Oberfläche seiner ehemaligen Schalungsbegrenzung gut abbilden kann. Für die Schalungen zum Sichtbeton werden verschiedenste gestaltete Flachmaterialien eingesetzt, Wellenmuster, Sägezahn-Profile und anderes.

    Sichtbeton wird grob in vier Klassen unterteilt:

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Merkblatt Gestaltung von Betonoberflächen

    Anforderung Sichtbetonklasse Beispiele
    gering SB 1 Kellerwände oder Bereiche mit vorwiegend gewerblicher Nutzung
    normal SB 2 Treppenhauser, Stützwände
    besonders SB 3 Fassaden im Hochbau
    besonders hoch SB 4 repräsentative Bauteile im Hochbau
  • Weiße Wanne

    Keller als "Weiße Wanne" auszuführen, heißt Kellerboden und Kellerwände sind wasserundurchlässig. Außenwände und Bodenplatte werden dabei unter anderem mit wasserundurchlässigem Beton hergestellt, wodurch keine zusätzliche Abdichtungsschicht und unter Umständen. keine Drainagen benötigt werden.

    Die Funktion einer Weißen Wanne erfordert außer wasserundurchlässigem Beton auch den Einbau von Fugendichtungen an den Arbeits- und Dehnfugen sowie die rechnerische Begrenzung der Rissbreite des Stahlbetons auf höchstens 0,2 mm, je nach Wasserdruck. Außerdem sind Einbau und Verdichten des Betons sorgfältig auszuführen, insbesondere ein Entmischen des Betons ist nicht zulässig. Eine fachgerechte Nachbehandlung ist notwendig.

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